Orgeln gehören zu Kirchen wie das Amen. Trotzdem hatte die St. Peter-Kirche bis zum Jahr 1895 keine Orgel. Danach ging es allerdings Schlag auf Schlag: 1999 wurde die vierte Orgel eingeweiht, damals schon mit getragen vom Orgelbauverein, der in diesem Jahr sein großes 25jähriges Jubiläum begeht.

Aber warum erst lange keine und dann doch recht zügig vier Orgeln hintereinander? Das hatte etwas mit Geschmack, viel mehr aber noch mit dem Nordseeklima zu tun. 1895 stiftete die Familie Ketels die erste Orgel für St. Peter, gebaut in der Werkstatt Marcussen. 1953 wurde diese durch einen Neubau aus der Werkstatt Kleuker ersetzt, hier waren wohl vor allem geschmackliche Gründe ausschlaggebend, auch war die Orgel etwas größer.

Bei dieser mit elektrischen Kontakten und Magneten ausgestatteten Orgel schlug dann aber das Nordseeklima zu, sie war störanfällig und konnte oft nicht richtig eingesetzt werden. 1971 wurde sie ersetzt durch eine von Emanuel Kemper aus Lübeck gestaltete Orgel. Grundsätzlich litten die Orgeln daran, dass sie auf einer eigentlich zu großen Empore platziert waren. Ein baulicher Mangel, der erst mit der Auslagerung der Glocken aus dem Dachstuhl der Kirche in den eigenen Glockenturm gelöst werden konnte.

Die vierte Orgel aus der Werkstatt Lobback wurde 1999 eingeweiht. Sie ruht auf einer verkleinerten, akustisch wesentlich besser geeigneten Empore. Und sie beinhaltet Pfeifen aus allen Vorgängerorgeln. Getragen wurde sie vor allem vom Engagement der Bürger und Gemeindemitglieder in St. Peter-Ording, die sich dazu im Orgelbauverein zusammengeschlossen hatten. Rechtzeitig vorher natürlich, weshalb der Verein jetzt sein 25jähriges Bestehen feiert.

Am 17. Juni 1993 fand die konstituierende Sitzung des Orgelbauvereins St. Peter-Ording statt. Seither prägt der Orgelbauverein, der sich mittlerweile die Förderung der Kirchenmusik zur Aufgabe gemacht hat, das geistliche und kulturelle Leben der Gemeinde und der Region.

Das 25jährige Bestehen wird mit einem Festkonzert am 16. September mit der Aufführung von G. Rossinis „Petite Messe solennelle“ um 19.00 Uhr in der St. Peter-Kirche gefeiert. Danach lädt der Verein zu einem Empfang im Gemeindehaus.

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