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Am Sonntag, 15. März 2020, fand der erste Telefongottesdienst im Kirchenkreis Nordfriesland statt. Etwa 20 Teilnehmer trafen sich in einem virtuellen Raum und feierten mit Pröpstin Annegret Wegner-Braun, Pastorin Inke Raabe und Pastor Christian Raap einen Corona-gemäßen Gottesdienst. 

Es war ein Experiment, das der Kirchenkreis angestoßen hatte, um während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie trotzdem zusammenzukommen. „Gewohnte Formen brechen weg, die Begegnung fehlt und trotzdem sind wir Kirche“, sagte Pröpstin Annegret Wegner-Braun. Interessant: obwohl jeder am heimischen Telefon saß, war eine gewisse Nähe zu spüren. Dadurch, dass die Teilnehmer offen geschaltet waren, also auch zu hören waren, übermittelten sie eine Atmosphäre und trugen zu einem nahbaren Gottesdienstgefühl bei. 

Diese Rückkanäle waren allerdings auch ein Schwachpunkt, da wegen einer minimalen Zeitverzögerung vor allem die Lieder sehr schräg erklangen. Glaubensbekenntnis und Vater Unser allerdings ließen sich auch als Gemeinschaft gut sprechen. Hier wird bei weiteren Telefongottesdiensten mit Sicherheit noch Anpassungsarbeit zu leisten sein. 

Rund 20 Minuten Telefongottesdienst, einige Minuten vorher zur Begrüßung, einige Minuten nachher zur freien Meinungsäußerung – mehr braucht es gar nicht, um Glauben zu spüren. Vielleicht sind solche Formen nicht nur in Corona-Zeiten ja eine ernsthafte Variante für Gottesdienste. 

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